Leitlinien

Die am 14. April 2004 gegründete Planungsgruppe zur Vorbereitung künftiger Aktivitäten des Kompetenznetzwerkes ADHS Südwestfalen schlägt als Arbeitsgrundlage nachfolgende Leitlinien vor.

An der Erarbeitung dieser Leitlinien waren beteiligt:

K. Beyerle, Hagen

B. Doberstein, Bochum

K. Köckritz, Hagen

R. Matzke, Hagen


Dr. E. Michaelis, Wetter

A. Sprünken-Osenberg, Ennepetal

PD Dr. Chr. Wolff, Hagen

Das Kompetenznetzwerk ADHS Südwestfalen entstand aus der Vorstellung, alle Therapeuten, Diagnostiker und Institutionen, welche mit dem Problemfeld ADHS befaßt sind, zusammmenzuführen.

Dies sind (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Beratungsstellen
  • Elterninitiativen
  • Erziehungsberatungsstellen
  • Gesundheitsamt
  • Heilpädagogische Tagesstätten
  • Jugendamt
  • Kinderärzte
  • Kindergärten
  • Kinderheime
  • Kinder- und Jugendpsychiater
  • Lerntrainingsgruppen
  • Psychologen
  • Schulamt
  • Schulen
  • Schulpsychologischer Dienst
  • Selbsthilfegruppen
  • Sonderschulen
  • Sonstige Bildungseinrichtungen (z. Bsp. Berufsförderungswerke)
  • Tagesgruppen
  • Therapeuten
  • Therapieeinrichtungen
    - Ergotherapie
    - Heilpädagogik
    - Motopädie
    - Physiotherapie
    - Logopädie
    - Kunsttherapie
    - Trainer in Lese- und Rechtschreibung

Diese Liste ist wahrscheinlich nicht vollständig.

Das Kompetenznetzwerk ermöglicht die enge Interaktion und Kommunikation der genannten Fachgruppen zum Thema ADHS. Es erzeugt Transparenz („ wer macht was?“) und führt unterschiedliche Kompetenzen zusammen zur Erarbeitung guter Problemlösungsstrategien.

Es entwickelt eine qualitätsorientierte Gesamtkonzeption zur Versorgung von Kindern (und Erwachsenen) mit ADHS und ihren Familien.
Im Netzwerk sind Fachleute vertreten, welche eine solche Gesamtkonzeption entwickeln und anwenden können.
Hierdurch soll die Verfügbarkeit geeigneter Hilfen in den Gebieten Kinderheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinderpsychotherapie, Schule und Jugendhilfe verbessert werden.
Die Hilfeleistungen werden wirksamer durch rechtzeitige und aufeinander abgestimmte Hilfen.
Die bereits bestehenden Leitlinien verschiedener Berufsverbände werden umgesetzt.
Weitere Qualitätsstandards werden über der Qualitätszirkel ADHS Südwestfalen entwickelt.

Die Effizienz des Kompetenznetzwerkes wird durch den Qualitätszirkel und kontinuierlich in prospektiven Studien überprüft.

Konkret bedeutet dies:

  • Regionale Vernetzung
    Mit Hilfe eines Datenerhebungsbogens werden die Daten aller Institutionen, welche mit ADHS zu tun haben, zusammengeführt.
  • Regionale Vermittlung
    Diese Datenbank vermittelt regionale und überregionale Hilfeangebote.
    Diese Angaben beinhalten zunächst noch keine Aussagen über die Qualität dieser Hilfen.
  • ADHS Koordinationsstelle
    Eine Expertengruppe beantwortet im Einzelfall spezielle Fragen zu Hilfemöglichkeiten bei ADHS.
  • Fortbildung
    Das Kompetenznetzwerk bietet regelmäßige Informationsangebote für Neue und fachfremde Gruppen zum Thema ADHS an („basics“).
  • Weiterbildung
    Die Mitglieder des Kompetenznetzwerkes erhalten regelmäßig neue Informationen zum Thema ADHS.
  • Qualitätssicherung
    Der bereits bestehende Qualitätszirkel ADHS ist beauftragt, mit seinen Möglichkeiten die Qualitätssicherung des Kompetenznetzwerkes zu übernehmen. Dortige Strukturen der Auswertung können genutzt werden (z. Bsp. Aqua).
  • Evaluation
    Die Planungsgruppe übernimmt die Evaluation der verschiedenen Informationsangebote und der Hilfen des Kompetenznetzwerkes.
  • Wissenschaftliche Begleitung
    Die Arbeit des Kompetenznetzwerkes wird durch eine universitäre Einrichtung wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

Protokoll: PD Dr. Chr. Wolff